RV Gießen-Kleinlinden

 
  Zieleinlauf: Der Kleinlindener Elitefahrer Moritz Schütz (Vierter von links) kommt nach 131,1 Rennkilometern auf Platz 19 an.

Foto: Dietel

Schütz auf Platz 19, Droste gestürzt, Welkner platziert
GIESSEN, 22.04.12 - Höhen und Tiefen hatte das vergangene Rennwochenende für die Rennsport-Sparte der Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden nicht nur mit Blick auf die Streckenprofile zu bieten. Nach dem Saisonstart Mitte März bei „Köln-Schuld-Frechen“ führte die 79. Auflage von „Rund um Düren“ zum zweiten Mal in dieser Saison das Kleinlindener Team durch die Eifel.

131,1 Kilometer waren für Alister Clay, Felix Hötte, Jonas Schmelz und Moritz Schütz im Rennen der Eliteklasse A und B und zahlreicher Profiteams, darunter Mannschaften aus den Niederlanden und der Schweiz, veranschlagt.

14%-Steigung Schlüsselstelle
„Schon am Start ging es gleich bergauf und das Tempo war sofort relativ hoch. Ich hatte die ganze Zeit um die 400 Watt auf dem Leistungsmesser stehen. Das ist schon ganz schön viel auf Dauer, vor allem wenn das Rennen 130km lang ist mit vielen Anstiegen und Wind aufwartet“, schilderte Schütz die erste Rennstunde. Schlüsselstelle für den Kleinlindener war eine 14% steiler Anstieg inmitten der Eifel. Hier setzte sich eine kleine Spitzengruppe ab – Schütze schaffte es in eine rund 15 Fahrer große Verfolgergruppe, die vor dem letzten Anstieg des Tages den Zusammenschluss mit der Spitze herbeiführte.

Schütz auf Platz 19
Die damit auf rund 30 Fahrer angewachsene Gruppe ging dann auf sechs flache Schlussrunden im Start- und Zielort Düren-Kreuzau. „Im Finale hatte ich nach den Höhenmetern in der Eifel nicht mehr die Power, um in die Topten zu fahren, aber ich bin froh, so gut durchgekommen und mit dem 19. Platz noch in den Prämienrängen gelandet zu sein.“, freute sich Schütz. Teamkollege Felix Hötte erreichte in der Verfolgergruppe das Ziel – Alister Clay hatte auf den Höhenzügen der Eifel bei starkem Wind am Ende eines langen Anstiegs einen Rückstand kassiert, den er bis zu den Schlussrunden zwar gering halten, aber nicht mehr wettmachen konnte und nach zwei Runden im Zielort aus dem Rennen genommen wurde. Nach einer gerade abgeklungenen Erkältung hatte sich der Kleinlindener Neuzugang Jonas Schmelz keine großen Hoffnungen für den Ausgang des Rennens gemacht – nach 15 Rennkilometer hatte ihn der erste Anstieg und starker Wind früh aus dem Wettbewerb aussteigen lassen.

Droste mit dramatischem Finale
Das erste Rennen der U23-Bundesliga in Cadolzburg bot dem Kleinlindener Jan-Niklas Droste im MLP-Radteam erst in der letzten Kurve vor dem Ziel viel bedauerliche Dramatik. "Ich konnte mich nach vier Runden mit einer 10-köpfigen Gruppe absetzen, in der jedes favorisierte Team einen Fahrer vertreten hatte. Die Gruppe arbeitete gut zusammen und so konnten wir den Vorsprung auf zwischenzeitlich über drei Minuten ausbauen. 3000m vor dem Ziel waren wir dann nur noch sieben Fahrer und ich versuchte mich abzusetzen.", sagte Droste.

Doch zu seinem Vorstoß am Schlussanstieg sollte es nicht mehr kommen, denn der 21-jährige wurde in der letzten Kurve am Hinterrad des späteren Siegers (Harry Kraft vom Team Bergstraße) von einem Reifenschaden ausgehebelt und stürzte vor den Fernsehkameras des Bayerischen Rundfunks. Mit geschultertem Rad lief Droste zu Fuß auf Rang sieben im Ziel ein. Schon am Samstag (28.04.12) geht es mit einem Einzelzeitfahren bei Cottbus um die nächsten Bundesliga-Punkte – am Sonntag folgt das dazugehörige Straßenrennen.

Welkner Siebter in Haßloch
Beim 40. Kriterium in Haßloch holte Silvio Welkner die zweite aufstiegsrelevante Topten-Platzierung dieser Saison. Starkregen und Hagel machten die Sprintduelle um Wertungspunkte auf dem 1000 Meter langen Rundkurs riskant. Gleich in der ersten Wertung holte Welkner zwei Zähler zum Tagesergebnis und sah damit auch in zwei entstandenen Ausreißergruppen keine Gefahr. Die frühen Punkte genügten damit für Platz sieben und die zweite von fünf notwendigen Platzierungen in den Topten.

Wangerow auf Mountainbike
Beim 15. Kellerwald-Bikemarathon erreichte letztlich Boris Wangerow nach einem Sturz und 4:12 Stunden Fahrzeit auf der 80km-Mitteldistanz Platz 27 in der Einzel- und Platz 79 unter 280 Teilnehmern in der Gesamtwertung. (sd)

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