RV Gießen-Kleinlinden

  Erste Top-Tenplatzierung: Silvio Welkner wird in Uedem nach 71 Kilometern taktisch klug Fünfter.

Archivfoto: Dietel

Silvio Welkner mit erster Topten-Platzierung
UEDEM/AICHACH, 01.04.12 - Silvio Welkner war am dritten Rennwochenende der neuen Saison der bestplatzierte Fahrer der Rennsport-Sparte in der Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden. Im nordrhein-westfälischen Uedem kam Welkner nach 71 Kilometern auf Platz fünf zu seiner ersten aufstiegsrelevanten Topten-Platzierung des Jahres.

Die gut 190 gemeldeten Fahrer im Rennen der Männerklasse C legten auf dem 2,3 Kilometer langen Rundkurs ein hohes Anfangstempo vor.

Taktisch kluges Finale
„Kurz vor Schluss konnten sich vier Fahrer absetzen – das Hauptfeld ging ohne größere Verluste geschlossen in die letzte Runde“, beschrieb Welkner die Ausgangssituation vor dem Finale. Hinter der vierköpfigen Spitzengruppe setzte sich im Sprint des Hauptfeldes ein Duo aus Nordrhein-Westfalen ab, an dessen Hinterrad sich der Kleinlindener heften konnte. Welkner nutzte die Gunst der Stunde, zog aus dem Windschatten des Duos heraus und gewann den Sprint des Hauptfeldes, der ihn beim Sieg von Tim Oliver Schlichting (RSV Dortmund-Nord 1979) nach 71 Rennkilometern auf Platz fünf ankommen ließ. „Für einen Einzelstarter in einem Rennen mit Massensprint und vielen Teams ein ansehnliches Ergebnis“, freute sich Welkner, der nun noch vier weitere Topten-Ergebnisse braucht, um von der C-Klasse in die B-Klasse aufzusteigen.

Droste und Schütz in Spitzengruppe aktiv
Ausgesprochen gut gelaufen ist es auch für Jan-Niklas Droste im Rennen der Männerklasse A und B. Beim Sieg des Profis Michael Kurth (Team Eddy Merckx - Indeland), Sieger von „Köln-Schuld-Frechen“ 2012, kam Droste im Trikot des MLP-Radteams nach 80 Kilometern auf Rang sechs, der zu einer Festigung seines A-Klasse-Status für die kommende Saison beitrug. Nach gut der Hälfte der Renndistanz hatte sich eine Spitzengruppe gebildet, deren Verfolgung von Droste und dem Kleinlindener Moritz Schütz aufgenommen wurde und die Gruppe wenig später erfolgreich auf neun Fahrer vergrößerte. Das Zusammenspiel der Fahrer an der Spitze sei aber nicht optimal gewesen, berichteten die Mittelhessen, so dass die Ausreißer fünf Runden vor Schluss wieder eingefangen und die Karten neu gemischt wurden.

Hektisches Finale
Droste und Schütz befassten sich dann mit den vorbereitenden Positionskämpfen für das Finale, in dessen letzter Kurve Droste im MLP-Trikot abgedrängt wurde, einige Plätze verlor und noch auf der Zielgeraden einen Abstand zur Spitze zufahren musste. Doch in diesem Moment war der Sprint bereits voll eröffnet, in dem sich Droste von hinten kommenden auf Platz sechs platzierte. Moritz Schütz und auch sein Teamkollege Alister Clay kamen sicher mit dem Hauptfeld an.

Schmelz kämpft in Bayern
Beim Frühjahrsstraßenpreis im bayerischen Aichach stellte sich Jonas Schmelz im Rennen der KT/A-/B-Klasse einer harten Prüfung über 105 Kilometer und 15 Bergpassagen. Rund 150 Fahrer waren auf der sieben Kilometer langen Runde mit Schmelz unterwegs, der diesmal Schwierigkeiten hatte, sich im Peloton nach vorne zu arbeiten. Der Kleinlindener Neuzugang büßte in der schnellen Abfahrt immer wieder Plätze ein und verlor 35 Kilometer vor dem Ziel vollständig den Anschluss, während Maximilian Werda vom Thüringer Energie Team das Rennen nach 105 Kilometern gewann. (sd/jos/jnd/mo)
 
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