RV Gießen-Kleinlinden

  Startet 2012 für das MLP Radteam: Der Kleinlindener U23-Fahrer Jan-Niklas Droste.

Archivfoto: MLP Radteam

Kleinlindener bestimmen Entscheidungen mit
GIESSEN, 18.03.12 - Die Rennsportler der Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen haben am ersten Rennwochenende der neuen Saison bewiesen, dass sie in den zurückliegenden Monaten seit dem Trainingsbeginn im November gut gearbeitet haben.

Das übliche Einrollen zum Saisonbeginn beschränkte sich nur auf den ersten Renntag im niedersächsischen Bramsche.

Schütz startet Saison mit Platz 20 - Droste mit Defekt
Beim '33. Rund um den Bramscher Berg' erreichte Moritz Schütz Platz 20 und bilanzierte zufrieden den ersten Renntag 2012: „Wir hatten auf einem kurzen Kurs von 1,8km Länge mit ordentlich ansteigendem Start-Ziel-Bereich 35 Runden zu absolvieren. Die Konkurrenz war stark besetzt mit zahlreichen KT-Fahrern (Profis, Anm. d. Red.) und holländischen Teams, deren Saison schon ein paar Wochen alt ist. Dementsprechend schnell ging es los. Die ersten Runden waren nicht einfach, da ich voll am Limit war und ziemlich weit hinten feststeckte. Ich brauchte gut die Hälfte des Rennens um nach vorne zu kommen, da der Kurs sehr eng und kurvig war. Zu diesem Zeitpunkt war schon eine Gruppe mit 7 Fahrern vorne rausgefahren“, schilderte Schütz die ersten Rennkilometer seiner  Saison. In der Verfolgergruppe der 150 Starter kam er nach  63 Kilometern auf Platz 13 und wurde damit Zwanzigster im Tagesergebnis.

Kleinlindens Jan-Niklas Droste, der in dieser Saison für das MLP-Radteam fährt, musste nach einem Reifenschaden zur Hälfte der Renndistanz sein Saisondebüt zunächst vorzeitig beenden. Doch Droste hatte bis dahin ein starkes Auftaktrennen mit viel Führungsarbeit in der Verfolgergruppe gezeigt und sich nach dem Defekt auf den folgenden zweiten Renntag des ersten Rennwochenendes besonnen.


Droste in Spitzengruppe auf Rang acht

Im niedersächsischen Börger gingen dann 150 Fahrer auf eine 13,9km lange Runde über schmale Straßen mit vielen Richtungswechseln und windanfälligen Passagen, die Droste von der Bildung einer frühen Spitzengruppe ausgehen ließen. Bereits nach drei Runden war die erste Fahrergruppe auf ca. 50 Fahrer geschrumpft - in der sechsten von acht Runden kam es dann zu einer Vorentscheidung, als sich eine achtköpfige Spitzengruppe bildete, zu der Droste aufschließen konnte: "Zuerst lief die Gruppe sehr gut, dann sind einige Fahrer zurückgefallen und in der letzten Runde wollte niemand mehr in der Führung fahren. Da musste ich mich entscheiden und beschloss, die Gruppe durchzubringen und dafür im Sprint keine Kraft mehr zu haben, als zu riskieren, vom Fahrerfeld eingeholt zu werden“, beschrieb Droste das Finale in dem er neben deutschen und holländischen Radprofis auf Rang fünf fuhr. Trainingspartner Moritz Schütz kam mit dem Hauptfeld in die Top 30.

Welkner wird Elfter in Düren
Einen erfolgreichen Saisoneinstieg fand auch Silvio Welkner in Düren-Merken in Nordrhein-Westfalen. Nach nervösem Rennbeginn mit kleineren Stürzen konnten sich zwei der 100 Fahrer absetzen und die gesamte 60-km-Renndistanz an der Spitze bestreiten. Zwei weitere Fahrer setzten kurz vor dem Finale nach - dahinter das inzwischen auf rund 50 Fahrer dezimierte Hauptfeld. Hier gelang es dem Kleinlindener als Erster auf die 350m lange Zielgerade zu gehen: „Der Sprint war natürlich viel zu lang und sechs Fahrer fuhren noch an mir vorbei“, beschrieb Welkner, der damit nicht unzufrieden im ersten Rennen der Saison Elfter wurde. (sd/mo/jnd/sw)
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